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von Holger Twele

Die mexikanisch-polnische Koproduktion „The Hole in the Fence‟ war eine Entdeckung beim Filmfest München 2022. Der Film erzählt über erzieherische und ideologische Manipulation, weckt Erinnerungen an „Herr der Fliegen‟ und neuere Filme wie „Freistatt‟ oder „Kreuzweg‟ – und regt dazu an, sich mit dem Themenkomplex Machtmissbrauch auseinanderzusetzen.

von Reinhard Kleber

Bereits zum 29. Mal fand das Internationale Kinderkinofestival Schwäbisch Gmünd, kurz Kikife genannt, 2022 statt. Im Laufe der Jahre ist die einstige Lokalveranstaltung im Schwabenland zu einem der größten Kinderfilmfeste in Süddeutschland geworden. Bemerkenswert ist insbesondere das umfassende medienpädagogische Rahmenprogramm, das Kindern neue Perspektiven auf Filme eröffnet und manche auch schon zu einer Karriere in der Filmbranche inspiriert hat.

von Ulrike Seyffarth

Mit ihrem Debütfilm „Königin von Niendorf‟ hat Joya Thome 2017 ein Ausrufezeichen gesetzt und einen Kinderfilm gedreht, der so ganz anders war als alles, was sonst in diesem Bereich in Deutschland entsteht. Danach folgte kein weiterer Independentfilm, sondern opulentes Kino: die Realfilmadaption „Lauras Stern‟, die nach der pandemieverzögerten Kinoauswertung im Dezember 2021 nun auch für das Heimkino veröffentlicht wurde. Und die Weltpremiere ihres Dokumentarfilms „One in a Million‟ beim Kinderfilmfest München Ende Juni ist bereits angekündigt. Ulrike Seyffarth hat sich für das Kinder- und Jugend-Filmportal mit Joya Thome unterhalten, über die Magie eigener Geschichten auf der Leinwand, schwierige Rahmenbedingungen, Geschlechterrollen im Filmgeschäft und ihr großes Interesse für die Jugendphase.

von Christopher Diekhaus

Normalerweise richten wir unseren Blick hier im Kinder- und Jugend-Filmportal vor allem auf Filme, die die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen einnehmen und diese in den Mittelpunkt stellen. Dabei fallen solche unter den Tisch, in denen Kinder nur eine wichtige Nebenrolle spielen. Eine Auswahl dieser Filme stellt dieser Text nun vor: Geschichten quer durch alle Genres über Erwachsene, die noch viel zu lernen haben und deren Leben durch die Fragen, die Weisheit, die Freude, die Blicke von Kindern eine neue Bedeutung erhält.

von Holger Twele

Auch die diesjährigen Beiträge der Jugendfilmreihe 14plus der Sektion Generation bei der Berlinale legen den Fokus auf persönliche Geschichten, auf Familien und zwischenmenschliche Beziehungen. Sie erzählen teils von schwierigen Ablösungsprozessen, aber auch von unbändiger Lebenslust – und führen den Trend der hybriden Formen fort, der eine klare Unterscheidung zwischen Dokumentarfilm und Spielfilm bisweilen unmöglich macht.

von Katrin Hoffmann

Wenn Familienstrukturen ins Wanken geraten und auseinanderdriften, bringt das junge Menschen an den Rand ihrer emotionalen Kräfte. Die Filme, die bei der Berlinale in diesem Jahr in der Reihe Kplus der Sektion Generation liefen, lassen wenig Hoffnung zu. Ein Blick auf viele letzte Bilder und nur ein wenig Trost.

von Holger Twele

Mit ihrem neuen Film „Comedy Queen“ war Sanna Lenken 2022 im Wettbewerb der Reihe Kplus in der Sektion Berlinale Generation vertreten. Das berührende Porträt einer Zwölfjährigen, die nach dem Suizid ihrer depressiven Mutter lernen muss, ihre Trauer zuzulassen, wurde mit dem Gläsernen Bären für den besten Film ausgezeichnet – womit Lenken an den Erfolg ihres Spielfilmdebüts „Stella‟ (My skinny sister) anknüpft, der ebenfalls bei Kplus 2015 einen Gläsernen Bären erhielt. Holger Twele hat sich mit der schwedischen Regisseurin unterhalten, die auch schwere Stoffe souverän und auf Augenhöhe des Zielpublikums inszeniert.

von Reinhard Kleber

Traditionell sind im Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis Filme über Jugendliche oder zu Jugendthemen im weitesten Sinne zu entdecken. Im Rahmen der 43. Ausgabe des Saarbrücker Festivals standen insbesondere Familienkonflikte im Mittelpunkt der jugendrelevanten Beiträge.

von Rochus Wolff

Weihnachten steht vor der Tür. Und damit auch eine ganze Menge an Weihnachtsfilmen. Die gibt es, wie Geschenkpakete und Plätzchen, in allen Größen, Längen und Formen. Die Geschenkverteilung jedoch bestimmt nur einen Teil der Geschichten, die zumeist als Familienfilme eingeordnet werden und in denen oft Kinder eine bedeutende Rolle spielen. Zum Lebkuchengeruch also die Frage: Was macht einen Weihnachtsfilm aus? Und was eint all diese Filme?

von Barbara Felsmann

Bereits zum 20. Mal fand 2021 das Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche doxs! statt. Im Jubiläumsjahr, das hybrid stattfand, wurde Lieblingsfilmen aus der Festivalgeschichte ein Raum gegeben – und neue Filme erzählten mit ganz eigenen Handschriften unter anderem über Identitätsfragen, Herkunft, Flucht und Neuanfänge.

von Rochus Wolff

Die 64. Nordischen Filmtage boten auch in diesem Jahr wieder einen bemerkenswerten Überblick über die Kinder- und Jugendfilmproduktion vor allem in den skandinavischen und baltischen Staaten. Besonders auffallend: Die Fülle an weihnachtlichen Themen, ganz passend zur Festival-Jahreszeit. Und variantenreiche Filme über Liebe.

von Holger Twele

Um Kinder und Jugendliche ging es bei den Nordischen Filmtagen 2021 auch über die Grenzen des ausgewiesenen Kinder- und Jugendprogramms hinaus. Drei Filme stellten dabei die Auseinandersetzung mit der sexuellen Orientierung in den Mittelpunkt. Dabei zeigt sich die Stärke von Langzeitdokumentationen, die eine Entwicklung beobachten und darstellen können. Aber auch Fehlverhalten in der Filmbranche kommt zur Sprache und verweist auf die Verantwortung von Filmemacher*innen im Umgang mit Schauspieler*innen und Mitwirkenden.

von Holger Twele

Trotz Corona: Der „Schlingel‟ trumpfte 2021 mit einem qualitativ herausragenden Jugendfilmprogramm auf, in dem sich viele Filme mit ihrer dramaturgischen und emotionalen Dichte auch vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Lage lesen lassen.

von Reinhard Kleber

Meistens sind die Rollen klar verteilt: Ein Kinder- und Jugend-Filmfestival stellt ein Filmprogramm zusammen, das junge Publikum kommt und sieht sich die Filme an. Vor sechs Jahren hat man beim „Lucas – Internationales Festival für junge Filmfans‟ begonnen, seinem Publikum einen größeren Gestaltungsspielraum zu bieten und es zum Mitgestalten eingeladen. Was ist mittlerweile daraus geworden – auch in Zeiten von Corona? Eine Zwischenbilanz.

von Reinhard Kleber

Dem Dokumentarfilm widmete das Internationale Festival für junge Filmfans „Lucas‟ 2021 einen breitgefächerten Schwerpunkt. Dazu zählten nicht nur spannende Filme im Programm, sondern auch zwei Panels. Die in diesen vorgestellten Beispiele sind inspirierend. Aber sie machen auch Herausforderungen deutlich.

von Christopher Diekhaus

Es ist eine seltsame des Phase des Übergangs. Die Schulzeit ist vorbei, die langjährige Struktur des Alltags und des Jahres gibt es nicht mehr, die Wege von Freund*innen trennen sich, wieder einmal beginnt der Ernst des Lebens – wie auch immer dieser aussehen mag und wo er zu finden sein soll. Anlässlich des Starts von „Räuberhände‟ ein Blick auf die Genre-Vielfalt und die zentralen Themen vieler Schulabschlussfilme.

von Barbara Felsmann

Warum bleiben viele Kinderfilme aus Deutschland so brav, packen alles in Watte und wagen so wenig? Frech, witzig und ungewöhnlich sind sie viel zu selten! Umso erfreulicher, dass beim diesjährigen Goldenen Spatz der frechste Beitrag ausgezeichnet wurde: „Mission Ulja Funk‟. Und auch eine Reihe neuer Projekte, die im Rahmen des Kinder Medien Festivals vorgestellt wurden, versprechen ein wenig Abwechslung.

von Barbara Felsmann

Was kann, was darf, was soll man Kindern als Publikum zumuten? Das ist eine Frage, mit der sich Kinderfilmmacher*innen – von Redakteur*innen und Produzent*innen bis zu Autor*innen und Regisseur*innen – immer wieder auseinandersetzen. Und eine Frage, deren Beantwortung immer wieder neu verhandelt werden muss. Im Anschluss an eine Branchenveranstaltung zum Thema haben sich die Filmjournalistin Barbara Felsmann und der Regisseur Bernd Sahling zum Gespräch getroffen.

von Stefan Stiletto

Ob in den eigens für Kinder zusammengestellten „Tricks für Kids‟-Programmblöcken, im Internationalen Wettbewerb, der Young-Animation-Reihe oder dem AniMovie-Langfilm-Wettbewerb: Wenn man in diesem Jahr das Online-Programm des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart nach Filmen für Kinder und Jugendliche durchforstet, kommt man an den starken Produktionen aus Frankreich nicht vorbei. Oft spielen die Geschichten in der Schule. Oder führen ans Meer.

von Horst Peter Koll

Vielfältig, herausfordernd und reich an Höhepunkten war das Kinder- und Jugendfilmprogramm der 67. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen 2021, das schon zum zweiten Mal nur online stattfanden konnte.

von Katrin Hoffmann

Alltag klingt nach Routine und Langeweile. Dennoch stand genau dieser im Mittelpunkt mehrerer Produktionen, die in diesem Jahr im Rahmen der Reihe Kplus in der Berlinale-Sektion Generation zu sehen waren.

von Reinhard Kleber

Mit Gewalterfahrungen und Klassenunterschieden, mit Perspektivlosigkeit oder den Folgen des rücksichtslosen Umgangs mit der Natur werden die jungen Protagonist*innen in den diesjährigen Jugendfilmen der Berlinale-Sektion Generation konfrontiert. Eindrücke der Reihe 14plus.

von Holger Twele

Mit fünf Regiearbeiten sowie als Drehbuchautorin ist Céline Sciamma im Laufe der letzten Jahre zu einer wichtigen Stimme des französischen Kinos geworden. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie sensibel sie sich den Geschichten junger Mädchen und Frauen widmet und auch schwierige Themen in einprägsame Bilder zu übersetzen versteht. Ein Rückblick auf das Werk von Céline Sciamma anlässlich der Aufführung ihres jüngsten Films „Petite Maman‟ im Wettbewerb der Berlinale 2021.

von Reinhard Kleber

Geschichten junger Menschen standen im Mittelpunkt einiger Beiträge des diesjährigen Filmfestivals Max Ophüls Preis. Insbesondere das Thema Migration war dabei präsent. Ein Blick auf ausgewählte Filme des (digitalen) Festivaljahrgangs 2021.

von Reinhard Kleber

Ein großer runder Geburtstag – in einem denkbar ungünstigen Jahr, um diesen richtig feiern zu können. 2020 kann der Bundesverband Jugend und Film auf 50 Jahre kulturelle Filmarbeit für Kinder und Jugendliche zurückblicken. Reinhard Kleber hat beim Filmfestival „Schlingel‟, wo die zentrale Jubiläumsfeier stattfand, mit dem langjährigen Geschäftsführer Reinhold T. Schöffel über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Vereinsarbeit, Veränderungen der Medienlandschaft von Kindern und Jugendlichen sowie Pläne des BJF für die Zukunft gesprochen – wenige Tage vor dem November-Lockdown.

von Marius Hanke

Seiten mit Filmkritiken gibt es im Netz viele. Manche richten sich an ein cinephiles Publikum, manche gehen kaum in die Tiefe und sind ausschließlich werblich ausgerichtet – und nur wenige sprechen ein junges Publikum direkt an. Ein Überblick über Filmkritik-Angebote für Jugendliche mit Gedanken über die Popularität von Bestenlisten-Filmjournalismus und die Macht der Algorithmen.

von Holger Twele

Die Internationalen Hofer Filmtage sind kein Jugendfilmfestival. Trotzdem finden sich dort mit schöner Regelmäßigkeit starke Filme mit jugendlichen Protagonist*innen und Themen aus der Lebenswelt Jugendlicher. Zugleich wird hier aber auch sichtbar, dass diese nicht immer auch für eine junge Zielgruppe konzipiert wurden. Eine Spurensuche unter den deutschsprachigen Beiträgen des diesjährigen Festivaljahrgangs, zwischen dem Erzählen für Jugendliche und dem Erzählen über Jugendliche.

von Holger Twele

Seit einem halben Jahrhundert engagiert sich der BJF für eine vielfältige nichtgewerbliche Kinder- und Jugendfilmlandschaft. Er ist einer der Wegbereiter des Kinder- und Jugendkinos, wie wir es heute kennen. Manche Filme, die zuvor nur auf Festivals zu sehen waren, sind sogar erst durch die Arbeit des BJF verfügbar geworden. Eine Würdigung der filmbildnerischen Arbeit des BJF – und ein Glückwunsch zum Jubiläum!

von Holger Twele

Im Programm des diesjährigen Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum „Schlingel‟ gab es bekannte Erzählformen ebenso wie außergewöhnliche Narrative. Bemerkenswert: Für die meisten Überraschungen sorgten vor allem originäre Filmstoffe, die mehr Experimente wagten.

von Katrin Hoffmann

Ganz nah dran an unserer Erfahrungswelt und an den gegenwärtigen großen Fragen unserer Zeit: Beim Filmfestival „Schlingel‟ wurden drei auch ästhetisch bemerkenswerte Animationsfilme präsentiert, die über die Rolle der Natur, die Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens und die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern erzählen und durch ihre ansprechende Form auch ein junges Publikum erreichen.

von Holger Twele

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper ist ein zentrales Thema vieler Jugendfilme, spiegelt er doch einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung der Identität. Beim diesjährigen „Lucas‟-Festival wurde dieses Thema überraschend vielfältig anschaulich – von Gewichtsfragen über Krankheit und Behinderung bis hin zum politischen Blick auf den Körper.

von Holger Twele

Mit ihrem Jugendfilm „Was am Ende zählt‟ hat Julia von Heinz 2007 auf sich aufmerksam gemacht. Nun hat sie, inspiriert von ihrer eigenen Biografie, einen Film über eine engagierte Zwanzigjährige gedreht, die sich einer Antifa-Gruppe anschließt und zunehmend beginnt, die in dieser herrschende Akzeptanz von Gewalt zu hinterfragen. Anlässlich des Kinostarts von „Und morgen die ganze Welt“ am 29.10.2020, nur wenige Wochen nach der Weltpremiere im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig, hat Holger Twele mit Julia von Heinz gesprochen.

von Christiane Radeke

Wozu Handschuhe tragen, wenn man sich ohne viel besser durchs Leben kämpfen kann? Mit einem Zucken ihrer Augenbraue weist Enola Holmes jene in die Schranken, die sie in ein Korsett überkommener Regeln zwängen wollen. Eine absolut zeitgemäße Heldin im Jahr 2020 – auch wenn ihre Geschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert spielt.

von Christian Exner

Wer will schon Hochhäuser filmen, wenn er auch Burgen zeigen kann? Wen interessieren hochmoderne effiziente Containerschiffe, wenn die Reise auch auf einem knarzenden Segelschiff angetreten werden kann? Auch deutsche Kinderfilme haben einen Narren an den archaischen Bauten und Transportmitteln gefressen und setzen sie gerne als ebenso mythisch und romantisch aufgeladene wie nostalgisch verklärte Kulisse ein. Weil sie Abenteuer und Erlebnisse versprechen fernab der oft nüchternen Alltagsrealität. Eine neuer Beitrag unserer Reihe „Da war ich schon‟ über Schauplatzstereotype im Kinderfilm.

von Barbara Felsmann

Unsicherheit überall, aber trotzdem ein großes Engagement und eine Experimentierfreude, die weitreichende Folgen für die Zukunft haben wird. Die Coronavirus-Pandemie hat die Organisator*innen der Kinder- und Jugendfilmfestivals vor große Herausforderungen gestellt. Nun gehen mit dem „Goldenen Spatz‟, mit „Lucas‟ und dem „Schlingel‟ gleich mehrere Festivals der Herbstsaison an den Start, mit gewohnt spannenden Programmen und unter ungewohnten Bedingungen. Ein Blick auf die Kinder- und Jugendfilmfestivallandschaft in der Krise, zwischen notwendigen Präsenzveranstaltungen und Online-Erweiterungen.

von Barbara Felsmann

Das DOK.fest München hat aus der Not eine Tugend gemacht: Anstatt die Bildungsprogramme während der Corona-Pandemie pausieren zu lassen, hat das DOK.education-Organisationsteam in kürzester Zeit ein bemerkenswertes filmpädagogisches Online-Angebot auf die Beine gestellt, das mehr als eine bloße Verlegenheitslösung war – und das Festivalsegment zudem für das junge Publikum weit über die Stadtgrenzen Münchens geöffnet hat.

von Holger Twele

Dass Kinder in ihren Omas und Opas wichtige Bezugspersonen finden, ist im Kinderfilm keine Seltenheit. Darüber hinaus gibt es zunehmend auch einige Filme, in denen Blutsverwandtschaften keine Rolle spielen und Kinder sich mit Senior*innen generationsübergreifend verbünden. Das öffnet nicht nur Zielgruppen, sondern kann auch Brücken zwischen Jung und Alt jenseits von Klischees bauen.

von Stefan Stiletto

Nur zwei Bilderbücher von Oliver Jeffers sind bislang verfilmt worden. Nach „Pinguin gefunden!‟ erschien vor kurzem auf dem Streamingdienst Apple TV+ die Adaption von Jeffers’ Bestseller „Hier sind wir – Anleitung zum Leben auf der Erde‟. Beiden Filmen gelingt es, in vorlagengetreuem Look die humanistische Botschaft von Jeffers zu vermitteln. Und ganz sanft wagen sie sich auch dorthin, wo es weh tut.

von Reinhard Kleber

Es ist wieder da: das Autokino. Durch die Corona-Krise hat sich diese besondere Form des Filmerlebens für einen neuen Publikumskreis geöffnet, der sonst nicht zu den Adressat*innen zählt: Kinder. Mit spezieller Technik wird an mehreren Orten tagsüber ein vielfältiges altersangemessenes Programm geboten. Und auch etablierte Kinder- und Jugendfilmfestivals mischen mit.

von Horst Peter Koll

Das Leben annehmen, mit all seinen Höhen und Tiefen – dieses Leitthema zog sich durch die Beträge des Kinder- und Jugendfilmprogramms der 66. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, deren Vielfalt von der atmosphärischen Sommerfantasie bis zum ernsten Drama reichte und in deren Mittelpunkt auffallend oft Mädchen standen. Dass das Festival in diesem Jahr online stattfand, kann auch als Chance verstanden werden. So ist es näher an der Medienwelt der jungen Zielgruppe.

von Reinhard Kleber

Die Plattform filmfriend.de ist das erste Video-on-Demand-Portal für Bibliotheken, durch das diese ihr Filmangebot zeitgemäß erweitern können. Ein Schwerpunkt: Das sorgfältig kuratierte Kinder- und Jugendfilmprogramm, in dem sich neben populären Erfolgsfilmen auch Geheimtipps finden. Aber auch „live‟ vor Ort will filmfriend.de in Zukunft Filmkultur in Bibliotheken bringen.

von Christopher Diekhaus

Schon lange gibt es Geschichten, in denen die Entwicklung von Superkräften mit dem Jugendalter zusammenfällt. In der Pubertät kommen die übernatürlichen Gaben plötzlich zum Vorschein, erweisen sich als Reaktion auf Unterdrückung und Missbrauch, befördern Identitätskrisen oder führen die jungen Protagonist*innen gar an die Grenze zum Kontrollverlust. Überblick über ein Erzählmuster, das derzeit wieder besonders oft anzutreffen ist.

von Katrin Hoffmann

In dem großen Finale der ebenso bonbonbunten wie tiefgründigen australischen Literaturverfilmung „H is for Happiness‟ kommt alles zusammen: Tränen vor Rührung und vor Lachen, die Selbsterkenntnis zweier Figuren – und die Musik von Dolly Parton und Kenny Rogers.

von Katrin Hoffmann

Die Väter sind weg, die Mütter überfordert, die Welt ist unübersichtlich: Im diesjährigen Programm von Generation Kplus müssen Kinder ihren Weg alleine finden – und haben dabei glücklicherweise oft auch trotz vieler Widrigkeiten Erfolg.

von Holger Twele

Probleme zu stemmen und daran zu wachsen, darum ging es teils außergewöhnlich heftig in den Jugendfilmen des 14plus-Programms der diesjährigen Berlinale Generation. Auffallend viele Filme erzählten dabei über junge Frauen oder stammten aus den Händen von Filmemacherinnen.

von Kirsten Taylor

Die zehnjährige Romy zieht schon mit ihren ersten Sätzen in den Bann. Ist sie nur altklug? Keineswegs! Romy nimmt uns mit auf eine Reise, im Laufe derer sie in dem vielschichtigen Kinderfilm „Romys Salon‟ von Mischa Kamp nicht nur sich selbst, sondern auch ihre an Demenz erkrankte Oma aus einer anderen Perspektive sieht. Ein Blick darauf, wie eine große Entwicklung glaubwürdig erzählt wird und wie ein Kind erkennt, dass auch andere Menschen eigenständige Personen mit eigenen Geschichten sind.

von Reinhard Kleber

Wie kommt der Kinderfilm zum Publikum? Zu den Verleiher*innen, die in den vergangenen Jahren immer wieder das Wagnis eingegangen sind, Kinderfilme jenseits des Mainstreams in Deutschland ins Kino zu bringen, zählen unter anderem der farbfilm Verleih, Eksystent Distribution und Little Dream Pictures. Die Geschäftsführer erzählen über die Filmauswahl, crossmediales Marketing und Herausforderungen durch das veränderte Freizeitverhalten von Kindern und Familien.

von Katrin Hoffmann

Immer wieder erzählt Caroline Link in ihren Filmen über Kinder und Jugendliche. Bemerkenswert ist dabei die melancholische Grundstimmung sowie die große Sympathie, die die Regisseurin den jungen Protagonist*innen entgegenbringt. Ein Rückblick auf die Darstellung von Kindern und Jugendlichen – und von Familienbeziehungen ganz allgemein – im Werk von Caroline Link anlässlich ihres neuesten Films „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl‟.

von Barbara Felsmann

Ein Karrieresprung: Das Dokumentarfilmfest für Kinder und Jugendliche doxs! gehört seit diesem Jahr gleichberechtigt zur Duisburger Filmwoche. Gleich geblieben ist das hohe Niveau der Beiträge, die mit selbstbewussten Protagonist*innen aufwarten, Gefühlswelten sichtbar machen und die Augen nicht vor existenziellen Problemen junger Menschen in der heutigen Welt verschließen.

von Christian Exner

Wir wandeln das Thema von „Den kenn’ ich doch...‟ ein wenig ab. Denn im Kinderfilm gibt es nicht nur die immergleichen Standardfiguren, sondern auch die immergleichen Orte. Wir beginnen mit einer Reise in die freiheitsversprechenden Wipfel der Bäume und der kleinen Refugien, die dort oben geschaffen wurden. Da war ich schon: Im Baumhaus.