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Im Fokus - Hintergrund

"Billy Elliot" (c) Universal

| von Holger Twele

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Im Kinder- und Jugendfilm hat sich ein Subgenre entwickelt, durch das sich perfekt über klassische Coming-of-Age-Themen erzählen lässt: der Ballettfilm. Die klassische Frage „Wer bin ich?‟ wir hier mit Tanz und Bewegung beantwortet. Ein Blick auf ausgewählte Ballettfilme, die Geschlechterrollen hinterfragen, Grenzen des Körperlichen ausloten und bisweilen auch Gesellschaftskritik üben.

"Der blaue Tiger" (c) Farbfilm

| von Holger Twele

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In älteren Kinderfilmen gibt es eine (mehr oder minder) klare Trennung zwischen Alltag und fantasievoller Traumwelt, in neueren scheint diese aufgehoben zu sein. Beobachtungen zum Wandel des Fantastischen im Kinderfilm und ein Streifzug durch die Filmgeschichte, der im Rahmen des BJF-Begleitseminars zum Kinderfilmfest München 2019 zur Diskussion gestellt wurde.

"Die drei !!!" (c) Constantin

| von Holger Twele

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Schon in den frühen 1930er-Jahren haben sie ihren Siegeszug begonnen: Detektivgeschichten für Kinder im Kino. Seitdem ermitteln immer wieder junge Detektivinnen und Detektive und legen (erwachsenen) Schurken das Handwerk. Drei aktuelle Produktionen laden dazu ein, dieses Subgenre genauer in den Blick zu nehmen, das gerade zwischen der Orientierung an Klassikern, actionreicher Übertreibung und lebensnaher Glaubwürdigkeit angesiedelt ist.

"Stranger Things 2" (c) Netflix

| von Philipp Bühler

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Sie sieht aus und klingt, als ob sie aus einer anderen Zeit käme: Die Serie „Stranger Things“ ist eine Reise zurück in die 1980er-Jahre und damit in ein Jahrzehnt, dessen Popkultur heute ebenso wundersam wie nostalgisch wirkt. Zugleich aber besticht die Serie auch, weil sie innerhalb ihrer Genre-Geschichte so charmant über das Erwachsenwerden erzählt und von einer Kindheit, die es in den meisten Fällen so in der Realität nicht mehr gibt. Gedanken über den Reiz des Retro-Settings anlässlich des Starts der dritten Staffel von „Stranger Things“.

"Amercian Honey" (c) Universal

| von Kirsten Taylor

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Geschichten über das Reisen und Unterwegssein sind im Kino zu einem beliebten Subgenre mit eigenen Erzählkonventionen geworden. Auch jugendliche Protagonist*innen machen sich seit jeher in Filmen immer wieder auf den Weg. Die Aufbrüche, die Ausbrüche aus dem Alltag, die Lust auf Abenteuer, die Sehnsucht nach Freiheit und dem Leben für den Moment: Die klassischen Themen des Roadmovies scheinen besonders gut zu den Entwicklungsaufgaben und zum Lebensgefühl jugendlicher Held*innen zu passen.

"Räuber Ratte" (c) Concorde

| von Stefan Stiletto

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Auf dem Buchmarkt haben sich die von Julia Donaldson geschriebenen und Axel Scheffler illustrierten Bilderbücher längst etabliert und sind zu einer Marke geworden. Aber auch die Adaptionen – jüngst wurde „Räuber Ratte“ fürs Heimkino veröffentlicht – lohnen sich: Feinstes Filmvergnügen für Filmanfänger*innen mit Herz, Verstand und Qualitätsbewusstsein.

Kommissar Gordon und Buffy (c) eksystent

| von Katrin Hoffmann

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Das Angebot an Filmen, die sich wirklich für jüngste Kinobesucher*innen im Vorschulalter eignen und auf deren besondere inhaltliche und formale Bedürfnisse zugeschnitten sind, ist überschaubar. Oft werden sie als Zielpublikum nicht ernst genommen. Ein Plädoyer für mehr Mut zur Reduktion.

Bibi & Tina - Der Film (c) dcm

| von Reinhold Kleber

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Mehr vom gleichen, aber bitte nicht dasselbe. Sequels prägen das Bild des deutschen Kinderfilms. Vor allem Adaptionen bekannter Marken spielen dabei eine bedeutende Rolle. Ein Blick auf die Attraktivität von Fortsetzungen und die damit verbundenen Erwartungen aus der Sicht eines Kinderfilmproduzenten, einer Filmverleiherin und einer Kinobetreiberin. Und nicht zuletzt die Frage, was man vom Erfolg der Sequels über die Auswertung originärer Stoffe lernen kann.

| von Hanna Reifgerst

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Der Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. ist 40 Jahre alt geworden. Anlass für einen Rückblick: Vom Träumen von der Revolution des Kinderfilmschaffens über erste Erfolge bis hin zur Gegenwart.

| von Barbara Felsmann

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Immer wieder wird darüber diskutiert, wie es um den Kinderfilm in Deutschland bestellt ist. Nun hat sich eine vom Kuratorium junger deutscher Film initiierte Konferenz mit dem Thema beschäftigt. Nicht zuletzt dank eines innovativen Tagungskonzepts stehen die Chancen gut, dass dieses Zusammentreffen trotz bekannter Forderungen tatsächlich Weichen für die Zukunft des Kinderfilms stellen kann.