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Hintergrund

Filmbild aus Mein Nachbar Totoro
"Mein Nachbar Totoro" (c) Leonine, Studio Ghibli

Hintergrund | | von Denis Sasse

Religiöse Alltäglichkeit als leise Präsenz

Shintoistische Motive in den Kinderfilmen von Hayao Miyazaki

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Auf den ersten Blick sind die Filme vor Fantasie nur so überbordende Abenteuerfilme oder Märchen. Doch da ist mehr. Sensibel beobachtet und bewertet Miyazaki, wie die Menschen sich in diesen Welten verhalten. Und wie dieses Verhalten stark geprägt ist vom Shintoismus. Die Spiritualität ist immer da und unaufdringlich – und universell verständlich.

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Filmbild aus Konfirmation
"Konfirmation" (c) Manuel Mack

Hintergrund | | von Josef Lederle

Wie in einem Spiegel

Christliche Religionen im Kinder- und Jugendfilm

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Spirituelle Themen spielen im Kinder- und Jugendfilm eine große Rolle, wenn es um einschneidende Erlebnisse oder lebensweltliche Erfahrungen geht. Religionen tauchen als solche darin meist nur vermittelt auf. Untergründig spielt ihre formative Kraft im Leben der Protagonist*innen aber oft eine zentrale Rolle. Ein genauerer Blick auf die höchst zeitbedingten Muster von Konfessionen hilft, ihre biografischen Dynamiken zu erschließen.

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Filmbild aus Millions
"Millions" (c) 20th Century Fox

Hintergrund | | von Christian Exner

Heilige Buddys

Wenn Heilige in Kinderfilmen zu imaginären Freund*innen werden

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Imaginäre Freund*innen kommen häufiger in der Kinderliteratur und in Kinderfilmen vor. Sie sind unsichtbare Helfer*innen, die ganz exklusiv für die Protagonist*innen da sind und ihnen Trost spenden oder Gesellschaft leisten können. Auf die Spitze haben dieses Konzept mehrere Kinderfilme zu Beginn der 2000er-Jahre getrieben. Denn die imaginären Freund*innen entstammen darin nicht dem Fundus realer oder real möglicher Figuren. Nein, es sind Heilige, manchmal auch Jesus oder gar Gott höchstpersönlich, die den Kindern erscheinen und mit ihnen interagieren.

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Filmbild aus Victoria muss weg
"Victoria muss weg" (c) Barnsteiner

Hintergrund | | von Rochus Wolff

Kackbratzen und Stinkstiefel

Unangenehme Figuren im Kinderfilm

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Ach, die lieben Kleinen! Ja, sicher, die Protagonist*innen in Kinderfilmen können schon sehr nett sein und vielleicht wird dies sogar von ihnen erwartet. Umso schöner (oder auch nicht), wenn dann mal ein Film um die Ecke kommt, der mit so richtig fiesen, egoistischen, nervigen Kindern oder animierten Figuren aufwartet. Zugegeben: Der pädagogische Anspruch bleibt dabei nicht aus. Aber auch da gibt es Ausnahmen.

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Filmbild aus Ronja Räubertochter
"Ronja Räubertochter" (c) 2024 Viaplay Group AB/Filmlance International AB/Film i Väst AB and Ahil UAB/ARD Degeto Film/Audrius Solominas

Hintergrund | | von Verena Schmöller

Rückkehr in den Mattiswald

Die Serie „Ronja Räubertochter“ nimmt sich Zeit zum Erzählen und Beobachten

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Ronja Räubertochter darf wieder mutig durch den Wald streifen. Die neue Serien-Adaption von Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Ronja Räubertochter“ aus dem Jahr 1981 gelingt durch erweiterte Handlungselemente, vor allem aber durch die Dokumentation der Lebensumstände von Ronja und den anderen Figuren. Die Serie ist um einiges dunkler und düsterer als Tage Danielssons hochgelobte erste Verfilmung aus dem Jahr 1984, aber auch realistischer und schildert Schönheit wie Grausamkeit des Lebens im Wald.

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Filmstill aus Die Goonies
"Die Goonies" (c) Warner

Hintergrund | | von Frank Münschke

Zwischen Nostalgie und Verklärung

40 Jahre „Die Goonies“

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Na, können Sie sich noch an das Piratenschiff in der Höhle erinnern? An Mikey, Chunk, Data und Mouth? Am 19. Dezember 1985 kam Richard Donners Blockbuster für Heranwachsende in die westdeutschen Kinos. Das ist doch ein schöner Anlass, sich diesen Klassiker des Kinder- und Jugendfilms nochmals anzuschauen und sich zu fragen: Was macht den Film zu einem Kultfilm? Und vor allem: Wie gut oder schlecht ist er gealtert?

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Filmstill aus Paternal Leave
"Paternal Leave" (c) 2024 Match Factory Productions, Wildside

Hintergrund | | von Thomas Hartmann

Familie im Wandel

Wie Kinder- und Jugendfilme über Trennungskinder erzählen

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Früher fielen Geschichten über Kinder aus Scheidungsfamilien in die Kategorie Problemfilm. Heute ist das glücklicherweise nicht mehr der Fall. Kinder- und Jugendfilme bilden vielfältige Familienformen als gegenwärtige Lebensrealitäten meist wertfrei ab. Was nicht bedeutet, dass nun keine Geschichten über den Schmerz einer Trennung aus Sicht der Kinder und Jugendlichen und das „Ankommen“ in den neuen Verhältnissen mehr erzählt werden sollen. Auch die sind wichtig – und vielleicht sogar hilfreich.

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Außenaufnahme der Lichtspiele Kalk
Ein Teil von Köln: Die Lichtspiele Kalk - Quelle: Lichtspiele Kalk

Hintergrund | | von Reinhard Kleber

Eine unglaubliche Begeisterungsfähigkeit

Die Lichtspiele Kalk in Köln

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Nach dem Casablanca in Nürnberg stellen wir als zweites Kino in der Reihe mit vorbildlichen Kinderkinos die Lichtspiele Kalk in Köln vor. Das Ein-Saal-Kino im rechtsrheinischen Stadtgebiet hat sich mit einem ebenso vielfältigen wie ambitionierten Programm für Kinder und Jugendliche einen Namen gemacht und seit 2017 dafür etliche Auszeichnungen erhalten. Besondere Akzente setzen die innovationsfreudigen Kinomacher*innen mit Kino für die Kleinsten, Repertoire-Filmen, Filmfavoriten und anderen Spezialreihen. Doch auf welchen Wegen sprechen die Lichtspiele die Zielgruppe im Stadtviertel an? Wie finanzieren sie ihre Angebote? Wie stimmen sie die Programme für Erwachsene mit denen für Kinder ab?

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Filmstill aus Der König der Löwen (2019)
"Der König der Löwen" (2019) (c) Walt Disney

Hintergrund | | von Rochus Wolff

Das Pinocchio-Problem

Wenn Disney-Klassiker noch einmal anders inszeniert werden

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Seit 2015 arbeitet sich Disney durch seinen Trickfilm-Katalog und bringt jährlich meist gleich mehrere Neuverfilmungen ins Kino oder direkt zum hauseigenen Streamingdienst – mit ganz durchwachsenen Ergebnissen. Ein Versuch, die neuen und die alten Filme zu vergleichen, mit einem Blick auf Begrifflichkeiten, Geld, Publikum, Politik und Ästhetik.

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Filmstill aus Die Fabelmans
"Die Fabelmans" (c) Universal

Hintergrund | | von Stefan Stiletto

Ich filme, also bin ich

Kinder- und Jugendfilme über das Filmemachen

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Auf Veranstaltungen wie dem Bundes.Festival.Film bekommen junge Nachwuchsfilmer*innen eine Bühne, aber auch das Kino feiert immer wieder junge Menschen, die zur analogen oder digitalen Kamera greifen. Mal beeinflussen die selbst gedrehten Filme auf positive Art die Wirklichkeit, mal verhindern sie eine reife Auseinandersetzung mit dieser. Mit dem hohen Niveau realer Nachwuchsfilmer*innen haben die Kinogeschichten allerdings oft nicht so viel zu tun und als Inspiration für eigene Filmprojekte mit Aussicht auf ein größeres Publikum taugen sie nur bedingt. Spaß machen sie trotzdem. Und erzählen dabei auch viel über die Bedeutung von Medien im Prozess des Aufwachsens.

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