Hintergrund
Hintergrund | | von Christopher Diekhaus
Unheimliche Spiegel
Filme über junge Menschen in Sekten und religiösen Gemeinschaften
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Einfache Lösungen für komplexe Probleme – das klingt verlockend. Auf dieser Strategie der Vereinfachung, kombiniert mit Abgrenzung und perfider Manipulation, beruhen auch viele Sekten und religiöse Glaubensgemeinschaften, denen junge Protagonist*innen im Film ausgeliefert sind und für die das Erwachsenwerden vor allem bedeutet: Sich zu lösen aus den dogmatischen Umfeldern, in denen sie groß werden. Sich aufzulehnen, um den eigenen Weg gehen zu können. Spoiler vorweg: Es klappt nicht immer.
Hintergrund | | von Holger Twele
Vom Skinhead zum Posterboy
Die Darstellung von Rechten im Jugendfilm
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Skinheads haben lange Zeit das Bild des jungen Rechtsextremisten geprägt – sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in Filmproduktionen mit jugendlichen Protagonist*innen. Mit der Entwicklung der Neuen Rechten hat sich dies geändert, worauf mittlerweile auch neuere Jugendfilme reagiert haben. Ein Rückblick auf die Darstellung junger Rechtsextremist*innen in Filmen der vergangenen 25 Jahre.
Hintergrund | | von Denis Sasse
Totalitarismus und Widerstand
Jugendliche Rebellion gegen totalitäre Systeme im Fantasy- und Science-Fiction-Film
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Auseinandersetzungen mit totalitären Systemen finden nicht nur in Dramen statt. Gerade im Fantasy- und Science-Fiction-Film lassen sich viele Geschichten finden, die über Jugendliche in dystopischen autoritären Gesellschaften erzählen. Die Filme lassen sich durch ihre Bezüge zu realhistorischen Ereignissen als Mahnung vor auf Macht und Manipulation ausgerichteten Ideologien verstehen. Aber durch die jugendlichen Protagonist*innen erzählen sie auch über Courage, den Glauben an die Kraft der Gemeinschaft und die Menschlichkeit.
Hintergrund | | von Rochus Wolff
Extreme Körper
Körperlichkeit und Rechtsextremismus im Jugendfilm
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Die Darstellung von Körperlichkeit ist politisch, erst recht in Jugendfilmen zum Thema Rechtsextremismus. Mal folgen die Bilder der Riefenstahl-Tradition und verzichten zugunsten klarer Zuordnungen auf Mehrdeutigkeiten, mal brechen sie Stereotype auf – auch wenn die Versuchung bleibt, dem schönen Körper eine Bühne zu bereiten.
Runen, Glatzen oder Springerstiefel waren lange nicht nur optische Signale rechtsextremer Menschen. In ihrer groben Gestalt vermittelten sie auch eine Anmutung der dahinterstehenden Gedankenwelten. Seitdem aber eine Politikerin wie Alice Weidel als Gesicht der AfD firmiert, fragt man sich umso mehr, was rechtes Denken ausmacht und auf welchen Prämissen es ruht. Im Portal der Bundeszentrale für politische Bildung wird man bei solchen Fragen schnell fündig.
Hintergrund | | von Ulrike Seyffarth
Guck mal, wer da tanzt
Kindertanzfilme
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Mit ihrem Fokus auf Liebe, auf Körper- und Rollenbilder und manchmal auch Politik funktionieren Tanzgeschichten hervorragend als Jugendfilm. Aber auch schon im Kinderfilm wird getanzt. Dabei gelingt es dem Kindertanzfilm, die markanten Themen des Genres altersgerecht auf die Welt der jüngeren Protagonist*innen zu übertragen und sich auch musikalisch seine große Offenheit zu bewahren.
Hintergrund | | von Holger Twele
Am Anfang war der Wal
Fokus Neuseeland beim „Schlingel“ 2024
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Neuseeland gilt nicht gerade als Hochburg für die Produktion von Kinder- und Jugendfilmen. Dennoch sind im Laufe der Jahre immer wieder herausragende einschlägige Filme entstanden. Mit insgesamt zehn Filmen, darunter vier aktuellen Produktionen, gab das Internationale Festival für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ in seiner 29. Ausgabe einen kleinen Einblick in die Filmkultur von „Down Under“ der letzten drei Jahrzehnte.
Hintergrund | | von Holger Twele
Kino der Sinne
Léa Mysius im Porträt
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Léa Mysius ist nicht auf Coming-of-Age-Geschichten festgelegt – aber wenn sie über junge Menschen erzählt, dann haben es diese Filme in sich. In ihren Arbeiten als Regisseurin und Drehbuchautorin stellt sie gerne Außenseiterfiguren in den Mittelpunkt und verknüpft deren Geschichten mit dem gesellschaftlichen Klima.
Hintergrund | | von Denis Sasse
Charismatische Rebell*innen in Lehrfabriken
Lehrer*innen im Kinder- und Jugendfilm
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Manchmal sind Lehrer*innen in Kinder- und Jugendfilmen ungemein fies. Aber manchmal sind sie auch einfach nur großartig und inspirierend. Und zwar genau dann, wenn sie sich nicht an die Regeln der Institution Schule halten, sondern vielmehr ihrem Bauchgefühl folgen, sich selbst einbringen, zuhören und es schaffen, dass es zwischen ihnen und ihren Schüler*innen klickt.
Hintergrund | | von Stefan Stiletto
Innenperspektiven
Die Schule in selbst gedrehten Filmen von Kindern und Jugendlichen
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Es ist immer wieder beeindruckend, welche Einblicke in kindliche und jugendliche Lebenswelten und Wahrnehmungen die filmischen Eigenproduktionen von Kindern und Jugendlichen geben. Zu sehen ist das etwa jedes Jahr bei den Einreichungen zum Deutschen Jugendfilmpreis. Weil die jungen Filmemacher*innen oft von Orten erzählen, die ihnen vertraut sind, verwundert es nicht, dass dabei ein Schauplatz immer wieder auftaucht: die Schule.
