Archiv
von Christian Exner
Gezähmte Abenteurer*innen
Gesetzlos, wild und frei war einmal. Mit „Käpt’n Sharky“ sticht gerade ein Pirat in die Kinosee, der vor allem ein Vehikel ist, um noch mehr Dublonen in die Merchandise-Kassen zu spülen. Was ist nur aus den einstigen Abenteuerheld*innen geworden?
von Stefan Stiletto
Hinter der Kamera
Wie werden Kinderfilme – ganz praktisch – entwickelt, finanziert, vorbereitet und gedreht? Bernd Sahling lässt in seiner Videointerviewreihe Filmemacher*innen aus dem Kinderfilmbereich zu Wort kommen und bietet so einen lehrreichen Einblick hinter die Kulissen.
von Barbara Felsmann
2023 – Ein gutes Jahr für den Kinderfilm?
Immer wieder wird darüber diskutiert, wie es um den Kinderfilm in Deutschland bestellt ist. Nun hat sich eine vom Kuratorium junger deutscher Film initiierte Konferenz mit dem Thema beschäftigt. Nicht zuletzt dank eines innovativen Tagungskonzepts stehen die Chancen gut, dass dieses Zusammentreffen trotz bekannter Forderungen tatsächlich Weichen für die Zukunft des Kinderfilms stellen kann.
von Kirsten Taylor
Ein kleiner Teufel, der im Gedächtnis bleibt
Die sechsjährige Frida hat allen Grund, schwierig zu sein. Aber mit ihren Provokationen macht sie es ihren Mitmenschen nicht leicht, sie gern zu haben.
von Stefan Stiletto
Wut im Bauch
Manche Filmfiguren geraten schnell wieder in Vergessenheit. Andere brennen sich ein. Etwa Amelie. Die Titelheldin aus "Amelie rennt" ist kein Mädchen, das man als Freundin haben möchte. Trotzdem wird sie zu einer eindrucksvollen Protagonistin, der man mit all ihren Schwächen gerne folgt.
von Bettina Henzler
Die Kategorie "Kinderfilm"
Wer über Kinderfilme spricht, hat bereits bestimmte Vorstellungen und Erwartungshaltungen im Kopf. Diese werden zum Problem, wenn sie zu stark normierend sind – und dadurch einem kindlichen Publikum Erfahrungen mit Filmen nicht ermöglichen, sondern vielmehr verschließen.
von Philipp Budweg
Kinder begeistern
Ob realistisch oder fantastisch, originär oder adaptiert: Kinder lassen sich von ganz unterschiedlichen Geschichten mitreißen. Wichtig ist eine sorgfältige Auswahl der Schauspieler, die im besten Falle zu gefeierten Stars werden. Und ein Gespür dafür, ob ein Stoff wirklich ins Kino muss.
von Horst Schäfer
Kinderfilm ist, wenn Kinder Filme sehen
In einem engeren Sinne sind Kinderfilme solche, die speziell für Kinder gemacht wurden und die für ihr Publikum einen gewissen Bildungswert haben. Weiter gefasst umfassen sie alle Filme, die Kinder tatsächlich sehen. Früher wie heute gehört daher auch das kommerzielle Kino als bedeutender Ort der Filmsozialisation zur Kinderfilmkultur.
von Leontine Petit
Emanzipiert die Kinder!
Die Geschichte kultureller Angebote, die sich ausdrücklich an Kinder richten und deren Bedürfnisse ernst nehmen, ist noch recht jung. Doch eine lebendige Kinderkultur ist eine maßgebliche Voraussetzung für die Entstehung einer Kinderfilmkultur.
von Anja Flade-Kruse
Eine bunte Herausforderung!
In Abwandlung von André Bazins „Was ist Film?“ fragen wir an dieser Stelle: „Was ist Kinderfilm?“ Womit wir zur Debatte über das beitragen wollen, was Kinderfilm ist, was er nicht ist, was er sein kann und sein sollte. Im Fokus des aktuellen Beitrags steht eine persönliche Reflexion über das Schreiben für Kinder.
von Haro Senft
Freies Spiel(en)
In Abwandlung von André Bazins „Was ist Film?“ fragen wir an dieser Stelle: „Was ist Kinderfilm?“ Womit wir zur Debatte über das beitragen wollen, was Kinderfilm ist, was er nicht ist, was er sein kann und sein sollte. In dieser Ausgabe zieht einer der bedeutendsten deutschen Kinderfilm-Regisseure Bilanz.
von Klaus-Dieter Felsmann
Kinderfilme sind keine Puppenstuben
Kinofilme für Kinder werden oft mit viel Tschingderassabum in Szene gesetzt. Doch sie sollten sich nicht immer nur auf die Wirkungskraft überhöhter Traumwelten verlassen. Erwachsene Filmemacher können sich ruhig einmal auf die reale Lebenswelt ihrer jungen Zielgruppe einlassen und sich dabei selbst als Gratmesser für ein glaubwürdiges Erzählen nehmen. Damit sie keine Puppenstube einrichten.
von Stefan Stiletto
Nur ein Kinderfilm?
Warum Abstriche machen? Kinderfilme haben es verdient, genauso ernst genommen zu werden wie Filme anderer Gattungen oder für andere Altersgruppen.
von Holger Twele
Ohne Außenseiter*innen geht es nicht, oder?
Geschichten über Außenseiter*innen sind beliebt im Kinder- und Jugendfilm. Sie erzählen über junge Protagonist*innen, die ihren eigenen Kopf haben, bieten Identifikationsmöglichkeiten und vermitteln nicht selten nebenbei noch pädagogisch wertvolle Werte wie Mitgefühl oder Solidarität. Auch im Programm des Kinderfilmfest München 2018 war dies wieder zu beobachten. Überlegungen zur Bedeutung der Außenseiterrolle.
von Natália Wiedmann
Auf zu neuen Ufern
Lange war Homosexualtität im Jugendfilm vor allem ein Problemthema. Immer mehr Mainstream-Filme gehen damit nun erfreulich selbstverständlich um. Zum Beispiel die große Studioproduktion "Love, Simon".
von Christian Exner
Einsteins kauzige Brüder
Hat man im Kinderfilm jemals einen Erfinder gesehen, der nicht komplett abgedreht ist? Irgendwie scheinen diese Erfinder vom Typ „zerfahrener Professor, Nickelbrille, wirres Haar, schlampig gekleidet, immer in Gedanken“ aus dem Holz zu sein, aus dem Albert Einstein geschnitzt war, der mit seinem Wuschelhaar und seinem verschmitzten Blick zur Ikone wurde.
von Christian Exner
Pferdemädchen
In Tierfreundschaftsfilmen nimmt die Beziehung zwischen Mädchen und Pferden eine besondere Rolle ein. Ein Ausritt durch Kinder- und Jugendfilme, die von Reifungsprozessen oder Tagträumereien der Pferdemädchen erzählen.
von Christian Exner
Fußballjungs
Legenden kommen im Fußball immer gut an. Das macht sich auch die Filmreihe um die „Wilden Kerle“ zunutze. Aber warum so pathetisch? Und warum so altbacken, was Geschlechterrollen angeht? Dabei gab es doch schon mal Fußballer und Fußballerinnen im Kinder- und Jugendkino, die ganz andere Wege eingeschlagen haben.
von Christian Exner
Sometimes I feel like a motherless child
Sie werden Opfer der „schwarzen Pädagogik“, leiden unter dem tristen Waisenhausalltag oder finden in einer Tierfreundschaft ihr Glück: Die Kinogeschichte hat ihre eigenen Wege gefunden, um immer wieder vom Schicksal elternloser Kinder und Jugendlicher zu erzählen.
von Christian Exner
Fack ju Feuerzangenbowle
Die Schule ist ein Erfahrungsraum, den jede/r durchläuft. Warum nur tauchen dann im Kinder- und Jugendfilm so oft idealtypische Abziehbilder des Lehrers auf, angesiedelt zwischen einfühlsamem Mentor, sadistischem Tyrann und komischem Trickbetrüger?
von Christian Exner
Dümmer als die Polizei erlaubt
Sie stolpern durch die Gegend, haben Sprachschwierigkeiten und keinen Plan. Gangster in Kinderfilmen sind besonders schwer von Klischees gezeichnet. Nur selten gelingt es, den Figuren eine gewisse Fallhöhe zu verleihen.
von Christian Exner
Der kleine Nerd und seine Schwester
Manche Figurentypen und rollenzuschnitte im Kinderfilm ändern sich nie. Sie bleiben stets eng dem Klischee verhaftet– und langweilen oder nerven irgendwann. Manchmal aber kommt Bewegung in die Charakterisierung. Und für manche Figurentypen kann dies durchaus ein Befreiungsschlag sein. Zum Beispiel für den Nerd.
von Christian Exner
Krokodil frisst Pferd
Das Kinderkino fühlt sich mit seinen sozialkritischen Feindbildern manchmal wie ein Gewerkschaftskonvent im Kinder-Paradies Småland an. Das ist wiederum gar nicht so weit entfernt von der Art des Jahrmarktspektakels, welches das Kasperltheater in früheren Tagen tatsächlich einmal war: ein Ventil für die unterdrückten Aggressionen gegen die Obrigkeit.
