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Editorial | | von Stefan Stiletto
Besondere Filme!
Februar 2023
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In Berlin steppt wieder der Berlinale-Bär – wie schön! Es wird spannend sein, wie die Rückmeldungen zum Programm der Sektion Generation aussehen, die in diesem Jahr zum ersten Mal von Sebastian Markt und Melika Gothe geleitet wird. Wir freuen uns auf neue Entdeckungen und Gedankenanstöße, über die wir dann hier zeitnah berichten.
Dass es bei der Berlinale auch jenseits der Sektion Generation immer wieder spannende Filme mit und über junge Protagonist*innen zu entdecken gibt, ist kein Geheimnis. Dieses Mal muss man nicht lange suchen: Der Wettbewerb glänzt beispielsweise mit einem Anime von Makoto Shinkai, der es schon immer gut verstanden hat, jugendliche Gefühlswelten in stimmungsvolle Bilder zu fassen. Und die Retrospektive widmet sich gleich ganz dem Motto „Coming of Age“ – wobei allerdings Filme, die tatsächlich über das Erwachsenwerden erzählen, neben Filmen stehen, die die Entwicklung der illustren Persönlichkeiten, die die Filme der Reihe ausgewählt haben, geprägt haben. Ist es sinnvoll, den Begriff „coming of age“ so zu entgrenzen? Von Persönlichkeitswachstum, Transitionen und vom Gefühl des Fremdseins in der Welt erzählen die Werke der Retrospektive. Auf ein spezifisches Alter oder eine spezifische Entwicklungspsychologie schauen sie dabei nicht primär. Wir bleiben hier im Kinder- und Jugendfilmportal jedenfalls lieber bei unserer engen Definition, werden diese Frage aber demnächst nochmal vertieft aufgreifen.
Was Sie unterdessen jetzt schon lesen können, sind Gedanken, die sich Katrin Hoffmann über außergewöhnliche Zugänge zum Themenfeld Tod und Sterben im Kinderfilm gemacht hat. Keine Sorge: Bedrückend ist das nicht. Grundsätzlicher sind da schon die Filme über oft schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen, die Reinhard Kleber beim Max Ophüls Preis gesehen hat.
Und sonst? Können Sie ein paar Berlinale-Generation-Filme der vergangenen Jahre im Kino nachholen: etwa die eindrucksvolle Langzeitdoku „Kalle Kosmonaut“, „Stop- Zemilia“ oder „Girls Girls Girls“. Zudem läuft der Animationsfilm „Wo ist Anne Frank“ an, in dem Ari Folman auf neue Art und Weise versucht, die Geschichte von Anne Frank zu erzählen. Und versteckt im Streaming-Überangebot gibt es die kleine, sehr sympathische Serie „High School“ zu entdecken.
Außergewöhnlich ist aber auch der schon im Januar gestartete „Mission Ulja Funk“, der neueste Film der Initiative „Der besondere Kinderfilm“. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch nochmal auf das umfassende Dossier in unserer Rubrik #ich sehe was hinweisen, das wir in Kooperation mit dem Filmdienst zum 10-jährigen Jubiläum der Förderinitiative veröffentlicht haben.
Festivals | | von Reinhard Kleber
Gestörte Mutter-Tochter-Beziehungen
Impressionen vom Filmfestival Max Ophüls Preis 2023 in Saarbrücken
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Gleich mehrere kurze, mittellange und lange Spielfilme richteten beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis ihren Blick auf das spannungsreiche und differenzierte Verhältnis von Müttern und Töchtern. Ein Streifzug durch das Programm.
Hintergrund | | von Katrin Hoffmann
Der Tod feiert das Leben
Kinderfilme über den Tod und das Sterben
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Kinderfilme über den Tod und das Sterben müssen weder schwer noch besonders dramatisch sein. In den vergangenen Jahren sind einige Produktionen entstanden – darunter viele Animationsfilme unterschiedlichster Techniken –, die auf originelle Weise über das Jenseits erzählen, Angebote zum Philosophieren bieten und nicht den Schmerz, sondern vielmehr das Glück betonen.
Hintergrund | | von Thomas Hartmann
„Die Initiative ist zu einem Nadelöhr für die Finanzierung eines Kinderfilms geworden“
Interview von Thomas Hartmann mit Philipp Budweg
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Die Initiative „Der besondere Kinderfilm“ ist durch die Zielvorgabe, Originalstoffen eine Plattform zu bieten und diese zu fördern, auch eine Impulsgeberin. Wie nehmen Kinderfilmproduzent*innen dies wahr? Thomas Hartmann hat sich mit Philipp Budweg, Produzent und Geschäftsführer von „Lieblingsfilm“, über seine Erfahrungen unterhalten.
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Hintergrund | | von Barbara Felsmann
„Veränderungen sind in unser Konzept von vornherein eingeschrieben“
Interview von Barbara Felsmann mit Margret Albers
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2013 wurde die Initiative „Der besondere Kinderfilm“ ins Leben gerufen. Barbara Felsmann hat sich mit der Projektleiterin Margret Albers über Modifikationen und Anpassungen, den Auswahlprozesse und die inhaltliche Ausrichtung sowie die Veränderung der gesamte Kinderfilmlandschaft rund um den „besonderen Kinderfilm“ unterhalten.
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Hintergrund | | von Rochus Wolff
Der lange Atem zahlt sich aus
Rückblick auf ein Jahrzehnt, in dem sich etwas getan hat im deutschen Kinderfilm.
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Keine zusätzliche Förderung etablierter oder bereits anderweitig veröffentlichter Stoffe, sondern ganz neue Geschichten, am besten aus dem Hier und Jetzt. Wie haben die zehn Filme, die bislang im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ entstanden sind, die Lücke an originären Stoffen mit Leben gefüllt? Rückblick auf ein Jahrzehnt, in dem sich etwas getan hat im deutschen Kinderfilm. Und auf Filme, über die man streiten kann und darf und soll – weil der deutsche Kinderfilm auch das gut gebrauchen kann.
Hintergrund | | von Reinhard Kleber
Was ist „Der besondere Kinderfilm“?
Wer steht hinter der Initiative „Der besondere Kinderfilm“? Welche Absicht verfolgt sie? Und wie funktioniert das Fördermodell? Ein Überblick.
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Im Februar 2013 präsentierte ein Zusammenschluss aus öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, Filmförderern, Produzenten- und Verleiherverbänden, einer Medienstiftung und dem Freistaat Thüringen während der „Berlinale“ die neue Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“. Das Bündnis trat an, um anspruchsvolle Kinderfilme nach originären Gegenwartsstoffen auf den Weg zu bringen und damit dem Kinderfilm in Deutschland ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Hintergrund dieses Vorstoßes war die Beobachtung, dass Kinderfilme nach Originalstoffen zunehmend von Filmen verdrängt werden, die auf gängigen Bestsellern, populären Marken oder Märchen basieren.
Den kenn ich doch | | von Christian Exner
Alles so schön bunt hier!
Ein Blick auf die Schauplätze in den Filmen der Initiative "Der besondere Kinderfilm"
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In vielen Kinderfilmen hat man sich in kuscheligen und vor allem bunten Idealwelten eingerichtet. Wie sehen dagegen die Schauplätze in den Filmen aus, die im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ entstanden sind? Dieses Mal eher kein „Da war ich schon“, sondern vielmehr ein: „Da waren wir bislang noch viel zu selten“.
Magische Momente | | von Stefan Stiletto
Eine abgefahrene, wilde Party – in einem Kinderfilm
"Invisible Sue" löst sein Versprechen ein: Ein Genre-Film für Kinder
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Markus Dietrich inszeniert in „Invisible Sue“ eine wilde, flirrende Halloween-Techno-Party, wie man sie im Kinderfilm sonst nicht zu sehen bekommt.
Hintergrund | | von Holger Twele
Macht(spiele) im Kinderfilm
Wie ein schwieriges Thema schon in Filmen für ein junges Publikum behandelt wird
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Auf dem „Lucas‟-Festival 2022 präsentierten sechs „Young European Cinephiles“ (YECs) aus Georgien, Italien und Deutschland ein Sonderprogramm mit drei Filmen zum Thema „Macht“. Vielleicht mit Ausnahme des Filmklassikers „Lord of the Flies“ aus dem Jahr 1963 handelte es sich um Filme für ältere Jugendliche über Machtstrukturen und vor allem um Machtmissbrauch. Die kleine Reihe inspirierte zum folgenden Artikel und der Frage, ob und inwiefern Machtaspekte bereits im Kinderfilm eine Rolle spielen.
