Kinder- und Jugendfilmportal > Artikel

Aktuelle Artikel

Hintergrund | | von Reinhard Kleber

„Behandle uns nicht wie Kinder!‟

Nachbericht zum Netzwerktreffen „Realities‟

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Dokumentarfilme haben es ohnehin schwer. Werden sie für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche produziert, trifft dies umso mehr zu. Im November 2022 widmete sich eine Fachtagung in Bochum der Frage, wie solchen Dokumentarfilmen für ein junges Publikum eine größere Aufmerksamkeit verschafft werden kann.

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Standfoto aus Die 3 und ihr Schwyzerörgeli
„Die 3 und ihr Schwyzerörgeli“ Quelle: doxs!

Festivals | | von Barbara Felsmann

Heimat, das ist für mich …

doxs! 2022

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Auffallend viele Beiträge des diesjährigen Jahrgangs von doxs!, dem Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche, drehten sich um das Thema Heimat. Ein Blick auf ganz unterschiedliche und vielfältige Filme über das Geborgensein, die Erinnerung, das Aufbrechen und Zurücklassen, das Ankommen.

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Filmstill Dounia und die Prinzessin von Aleppo
"Dounia und die Prinzessin von Aleppo" Quelle: DFF/Lucas (c) Tobo Media

Festivals | | von Reinhard Kleber

Gemeinsam sehen, beurteilen und voneinander lernen

Gemischte Jurys aus Kindern und Erwachsenen beim "Lucas"-Filmfestival

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Seit 1985 vergeben auf dem „Lucas‟-Filmfestival in Frankfurt Kinder und Erwachsene in einer gemeinsamen Jury die Hauptpreise. Dabei diskutieren die jungen Juror*innen und die erwachsenen Filmbranchenprofis auf Augenhöhe miteinander und stimmen gleichberechtigt über die Preisträger*innen ab. Wie funktioniert das und wie sind die Erfahrungen mit diesem Jury-Modell? Eine Begegnung mit den Juror*innen und dem Festivalteam.

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Filmbild aus "Girl Gang"
"Girl Gang" © kinocheck

Editorial | | von Stefan Stiletto

Querverweise

August 2022

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Spannend ist es, wenn Filme zueinander in Beziehung gesetzt werden, etwa weil sie formal so ähnlich sind oder thematisch. Im Herbst werden gleich zwei Dokumentarfilme anlaufen, die zu einem Vergleich einladen: Joya ThomesOne in a Million‟, der im Rahmen des Kinderfilmfest München zu sehen war, und „Girl Gang‟ von Susanne Regina Meures, der beim DOK.fest München lief. Beide Filme erzählen über den Alltag junger Influencerinnen sowie über deren Fans, und gehen doch ganz unterschiedlich mit ihren Themen um. Holger Twele hat beide Filme für das Kinder- und Jugendfilmportal besprochen. Außerdem folgt er, ausgehend von dem neuen Jugendfilm „The Hole in the Fence‟, thematischen Spuren zu Filmklassikern wie „Herr der Fliegen‟ und jüngeren Filmen, die sich mit Ideologie und Machtmissbrauch auseinandersetzen.

Aus Bolivien sind hier eher selten Filme zu sehen. Ulrike Seyffarth hat den stillen, aber bildgewaltigen „Die Tochter der Sonne‟ rezensiert, der beim Kinderfilmfest München zu sehen war, ebenso wie die ungarisch-slowakische Koproduktion „Wild Roots‟. Was beide verbindet: der Blick auf Vater-Tochter-Beziehungen.

Und noch ein Film passt zu diesem Spiel mit Querverweisen. In dem Anime „Sing a Bit of Harmony‟ von Yasuhiro Yoshiura, der vor ein paar Jahren den ziemlich starken „Patema Inverted‟ gedreht hat, geht es um eine singende Androidin, die einen Teenager glücklich machen möchte. Das ist viel weniger Science Fiction, als man erwarten könnte. Und es ist der zweite Anime innerhalb kurzer Zeit, in dem das Singen eine ganz besondere Rolle spielt. Denn darum ging es auch schon in dem großartigen „Belle‟ von Mamoru Hosoda.

 

 

Filmbild: The Hole in the Fence
"The Hole in the Fence" Quelle: Filmfest München

Festivals | | von Holger Twele

Erziehung – Macht – Missbrauch

Filmfest München 2022

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Die mexikanisch-polnische Koproduktion „The Hole in the Fence‟ war eine Entdeckung beim Filmfest München 2022. Der Film erzählt über erzieherische und ideologische Manipulation, weckt Erinnerungen an „Herr der Fliegen‟ und neuere Filme wie „Freistatt‟ oder „Kreuzweg‟ – und regt dazu an, sich mit dem Themenkomplex Machtmissbrauch auseinanderzusetzen.

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Filmbild: How I learned to fly
"How I learned to fly" (c) Sense Production / Quelle: Kikife

Festivals | | von Reinhard Kleber

Vom Staunen zum Selbermachen

Kikife 2022

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Bereits zum 29. Mal fand das Internationale Kinderkinofestival Schwäbisch Gmünd, kurz Kikife genannt, 2022 statt. Im Laufe der Jahre ist die einstige Lokalveranstaltung im Schwabenland zu einem der größten Kinderfilmfeste in Süddeutschland geworden. Bemerkenswert ist insbesondere das umfassende medienpädagogische Rahmenprogramm, das Kindern neue Perspektiven auf Filme eröffnet und manche auch schon zu einer Karriere in der Filmbranche inspiriert hat.

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Filmbild aus "Lauras Stern"
"Lauras Stern" © 2020 Westside Film / Warner Bros. Ent. / Tom Trambow

Editorial | | von Stefan Stiletto

Ein bunter Strauß Filme

Juni 2022

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Ein kleiner Film hat Joya Thome (zumindest) in der Kinderfilmszene berühmt gemacht: Ihr Debütfilm „Königin von Niendorf‟ hat seit 2017 nicht wenige zum Schwärmen gebracht. Kinderfilme ohne Formeln machen? Ja, das geht! Wir freuen uns sehr, dass Joya Thome Zeit für ein Interview für das Kinder- und Jugendfilmportal gefunden hat. Ulrike Seyffarth hat mit ihr ein ausführliches Gespräch geführt, über ihren zweiten Film „Lauras Stern‟ (der nun fürs Heimkino veröffentlicht wurde), über ihre Arbeit als Regisseurin, über ihr Interesse für Kinder- und Jugendstoffe – und über ihren neuen Dokumentarfilm „One in a Million‟, der Ende Juni im Rahmen des Kinderfilmfest München seine Premiere feiert.

Wo wir gerade beim Kinderfilmfest München sind: Wenn sie ihn bei der Berlinale verpasst haben, können sie dort den großartigen „Comedy Queen‟ von Sanna Lenken nachholen (zu dem Sie hier auch ein kurzes Interview finden). Oder die niederländische Puppenanimation „Oink‟. Oder die bolivianisch-deutsch-spanische Koproduktion „Die Tochter der Sonne‟ entdecken.

Keine Lust auf Reisen? Kein Problem. Spannendes Couchkino gibt es auch, ein bisschen jahreszeitlich antizyklisch und erfrischend mit „Lauras Stern‟, genremäßig mit „Captain Nova‟, der im vergangenen Jahr bei CineKid lief und nun im Netflix-Portfolio ein bisschen unter dem Radar läuft, oder in der KiKA-Mediathek mit „Martin und das Geheimnis des Waldes‟, mit schönen magischen Momenten, die Petr Oukropecs wunderbaren Kinderfilm „Der blaue Tiger‟ noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Mal wieder ins Kino vor Ort? Gerne! Auf der großen Leinwand im regulären Kino – und genau da gehört er auch hin – ist seit dem 9. Juni endlich mal wieder ein Anime zu entdecken. Und was für einer! „Belle‟, der neue Film von Mamoru Hosoda, der im vergangenen Jahr auch im Cannes-Wettbewerb präsentiert wurde, ist eine wilde, energiegeladene, visuell opulente Coming-of-Age-Geschichte, bei der trotz aller Übertreibung und Überhöhung auch das Herz nicht zu kurz kommt. Auch über diesen Film lässt sich viel schwärmen.

 

Hinter den Kulissen von Lauras Stern
"Lauras Stern" (c) Warner

Interviews | | von Ulrike Seyffarth

„Es macht mir Freude, die Lebenswirklichkeiten jugendlicher Menschen kennenzulernen.‟

Interview mit Joya Thome

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Mit ihrem Debütfilm „Königin von Niendorf‟ hat Joya Thome 2017 ein Ausrufezeichen gesetzt und einen Kinderfilm gedreht, der so ganz anders war als alles, was sonst in diesem Bereich in Deutschland entsteht. Danach folgte kein weiterer Independentfilm, sondern opulentes Kino: die Realfilmadaption „Lauras Stern‟, die nach der pandemieverzögerten Kinoauswertung im Dezember 2021 nun auch für das Heimkino veröffentlicht wurde. Und die Weltpremiere ihres Dokumentarfilms „One in a Million‟ beim Kinderfilmfest München Ende Juni ist bereits angekündigt. Ulrike Seyffarth hat sich für das Kinder- und Jugendfilmportal mit Joya Thome unterhalten, über die Magie eigener Geschichten auf der Leinwand, schwierige Rahmenbedingungen, Geschlechterrollen im Filmgeschäft und ihr großes Interesse für die Jugendphase.

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Filmstill: Come on, Come on
"Come on, Come on" (c) A24

Hintergrund | | von Christopher Diekhaus

Von Kindern lernen

Filme mit jungen Menschen, die Erwachsenen auf die Sprünge helfen

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Normalerweise richten wir unseren Blick hier im Kinder- und Jugendfilmportal vor allem auf Filme, die die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen einnehmen und diese in den Mittelpunkt stellen. Dabei fallen solche unter den Tisch, in denen Kinder nur eine wichtige Nebenrolle spielen. Eine Auswahl dieser Filme stellt dieser Text nun vor: Geschichten quer durch alle Genres über Erwachsene, die noch viel zu lernen haben und deren Leben durch die Fragen, die Weisheit, die Freude, die Blicke von Kindern eine neue Bedeutung erhält.

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Filmbild aus "Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess"
"Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess" © Bert Nijman, Bind, Ostlicht Filmproduktion, Farbfilm

Editorial | | von Stefan Stiletto

Wegweiser und Bezugspunkte

April 2022

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Manchmal gibt es sie: Kinderfilme, die alles überstrahlen, die sofort zu persönlichen Favoriten und zugleich zu wichtigen Bezugspunkten für die gesamte Kinderfilm-Produktionslandschaft werden. Um solche Meilensteine geht es in der dritten Ausgabe des Dossiers #ich sehe was, das das Kinder- und Jugendfilmportal in Kooperation mit filmdienst.de veröffentlicht. Die Texte beschäftigen sich damit, was diese Referenz-Kinderfilme auszeichnet und was sie über ihre Entstehungszeit erzählen, sie zeigen auf, wie persönlich prägende Filmerfahrungen sich auf das eigene Filmschaffen übertragen, und sie beleuchten die Bedeutung von Mut und Vertrauen bei der Stoffentwicklung. Wie passend, dass pünktlich zum Erscheinen des Dossiers auch wieder „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess‟ in der Mediathek des KiKA zu sehen ist, der für Christian Exner den Status eines Referenz-Kinderfilms hat.

Um Bezugspunkte einer ganz anderen Art geht es unterdessen in einem Hintergrundtext von Christopher Diekhaus. Er wirft anlässlich des Starts von „Come on, Come on‟ einen Blick auf Filme, in denen Kinder zwar nur eine Nebenrolle spielen, aber zu wichtigen Wegweisern für die erwachsenen Protagonist*innen werden (meist sind es nur Männer, aber das nur am Rande ...).

Schließlich möchten wir Sie noch auf ein echtes Kino-Highlight hinweisen und Ihnen den Dokumentarfilm „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann – Ein autistischer Junge erklärt seine Welt‟ ans Herz legen, der auf dem gleichnamigen Buch des damals 13 Jahre alten Naoki Higashida beruht. Der deutsche Titel klingt erklärender und nüchterner als der Film tatsächlich ist. Denn diesem gelingt es formal herausragend, dem Publikum eine andere Form der Weltwahrnehmung zu eröffnen und es zum Nachdenken anzuregen. Ein zukünftiger Referenzfilm womöglich?