Aktuelle Artikel
30 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen den zwei deutschen Staaten überwunden wurde. Gleich zwei aktuelle Filme blicken zurück in diese Zeit. Ein dreizehnjähriges Mädchen wird sich bewusst, wie ungerecht vieles in ihrem Land ist und findet sich plötzlich inmitten der Friedlichen Revolution in der DDR im Jahr 1989 wieder. Und eine sechzehnjährige Jugendliche aus Westdeutschland, die sich bei einem Jugendaustausch Mitte der 1980er-Jahre in einen Gleichaltrigen aus Ost-Berlin verliebt, spürt auf einmal, dass die Berliner nicht nur politische Systeme trennt, sondern vor allem Menschen und erlebt die Überwachungsmaßnahmen und die Einschränkungen aus einer ganz eigenen Sicht. Mit „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte‟ von Ralf Kukula und Matthias Bruhn und „Zwischen uns die Mauer‟ von Norbert Lechner laufen in diesen Tagen gleich zwei Filme an, die mit dem Blickwinkel von Kindern beziehungsweise Jugendlichen über die DDR erzählen. Beiden gelingt, durch emotionale Geschichten deutlich zu machen, wie sich das Leben damals angefühlt hat. Barbara Felsmann hat für das Kinder- und Jugendfilmportal „Fritzi‟ besprochen, der nach dem Kinderbuch „Fritzi war dabei‟ von Hanna Schott und Gerda Raidt entstand und – hier muss man mal ins Schwärmen geraten – brillant von Beate Völcker in ein Drehbuch übersetzt wurde. Heidi Strobel widmet sich unterdessen „Zwischen uns die Mauer‟, der ebenfalls literarische Wurzeln hat und auf dem autobiografischen Roman von Katja Hildebrand beruht. Zu letzterem hat Barbara Felsmann während des diesjährigen Kinder-Medien-Festivals „Goldener Spatz‟ auch ein Werkstattgespräch mit Norbert Lechner und der Hauptdarstellerin Lea Freund geführt.
Um persönliche Geschichte – und um das Überwinden von Grenzen in einem ganz anderen Sinne – geht es in Filmen wie „Yuli‟, dem Biopic eines Balletttänzers, in dem dessen Kindheit und Jugend eine besondere Rolle spielt. Holger Twele hat dies zum Anlass genommen, einen Blick auf Ballettfilme zu werfen und dabei insbesondere auf Geschlechterrollen zu achten. Ein schöner Anlass, um noch einmal Stephen Daldrys „Billy Elliot‟ zu entdecken, der sich seit seinem Start im Winter 2000 zu einem echten Klassiker entwickelt hat.
Hintergrund | | von Holger Twele
Tanz dein Leben!
Geschlechterrollen und Gesellschaftskritik im Ballettfilm
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Im Kinder- und Jugendfilm hat sich ein Subgenre entwickelt, durch das sich perfekt über klassische Coming-of-Age-Themen erzählen lässt: der Ballettfilm. Die klassische Frage „Wer bin ich?‟ wir hier mit Tanz und Bewegung beantwortet. Ein Blick auf ausgewählte Ballettfilme, die Geschlechterrollen hinterfragen, Grenzen des Körperlichen ausloten und bisweilen auch Gesellschaftskritik üben.
Interviews | | von Barbara Felsmann
„Die Unmöglichkeit dieser Liebe ist etwas sehr Universelles.‟
Interview mit Norbert Lechner und Lea Freund über „Zwischen uns die Mauer‟
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In der bereits traditionellen Veranstaltung „Blick in die Werkstatt“ beim Deutschen Kinder-Medien-Festival Goldener Spatz hat Regisseur Norbert Lechner zusammen mit seiner Hauptdarstellerin Lea Freund sein neues Filmprojekt „Zwischen uns die Mauer“ vorgestellt. Das war im Juni und Norbert Lechner steckte mitten in der Postproduktion. Barbara Felsmann hat sich mit ihm und Lea Freund unterhalten.
Mehr … „Die Unmöglichkeit dieser Liebe ist etwas sehr Universelles.‟
Hintergrund | | von Holger Twele
Im Alltag angekommen
Das Fantastische im Kinderfilm und wie es sich verändert hat
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In älteren Kinderfilmen gibt es eine (mehr oder minder) klare Trennung zwischen Alltag und fantasievoller Traumwelt, in neueren scheint diese aufgehoben zu sein. Beobachtungen zum Wandel des Fantastischen im Kinderfilm und ein Streifzug durch die Filmgeschichte, der im Rahmen des BJF-Begleitseminars zum Kinderfilmfest München 2019 zur Diskussion gestellt wurde.
Festivals | | von Barbara Felsmann
40 Jahre Goldener Spatz
Ein Rundflug durch die Geschichte des Festivals
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Kein Festival nur für das Publikum, sondern auch eines für alle, die beruflich mit Kinderfilmen zu tun haben, und das sich dezidiert als Arbeitsfestival versteht. Und ein Festival, in dem Film- und Fernsehproduktionen gleichberechtigt nebeneinander präsentiert werden. Dieses Profil hat sich das Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz bewahrt, das 2019 sein 40-jähriges Bestehen feiert. Und natürlich hat es sich im Laufe der Jahrzehnte auch verändert.
Hintergrund | | von Holger Twele
Gemeinsam sind wir stark!
Krimis mit jungen Detektivinnen und Detektiven sind ein Dauerbrenner im Kinderkino
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Schon in den frühen 1930er-Jahren haben sie ihren Siegeszug begonnen: Detektivgeschichten für Kinder im Kino. Seitdem ermitteln immer wieder junge Detektivinnen und Detektive und legen (erwachsenen) Schurken das Handwerk. Drei aktuelle Produktionen laden dazu ein, dieses Subgenre genauer in den Blick zu nehmen, das gerade zwischen der Orientierung an Klassikern, actionreicher Übertreibung und lebensnaher Glaubwürdigkeit angesiedelt ist.
Hintergrund | | von Philipp Bühler
Waren wir hier nicht schon einmal?
Der Aufbruch in neue, alte Welten in der Serie „Stranger Things“
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Sie sieht aus und klingt, als ob sie aus einer anderen Zeit käme: Die Serie „Stranger Things“ ist eine Reise zurück in die 1980er-Jahre und damit in ein Jahrzehnt, dessen Popkultur heute ebenso wundersam wie nostalgisch wirkt. Zugleich aber besticht die Serie auch, weil sie innerhalb ihrer Genre-Geschichte so charmant über das Erwachsenwerden erzählt und von einer Kindheit, die es in den meisten Fällen so in der Realität nicht mehr gibt. Gedanken über den Reiz des Retro-Settings anlässlich des Starts der dritten Staffel von „Stranger Things“.
Hintergrund | | von Kirsten Taylor
Teens on the road
Auf dem Weg zum Erwachsenwerden
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Geschichten über das Reisen und Unterwegssein sind im Kino zu einem beliebten Subgenre mit eigenen Erzählkonventionen geworden. Auch jugendliche Protagonist*innen machen sich seit jeher in Filmen immer wieder auf den Weg. Die Aufbrüche, die Ausbrüche aus dem Alltag, die Lust auf Abenteuer, die Sehnsucht nach Freiheit und dem Leben für den Moment: Die klassischen Themen des Roadmovies scheinen besonders gut zu den Entwicklungsaufgaben und zum Lebensgefühl jugendlicher Held*innen zu passen.
Liebe Leserinnen und Leser des Kinder- und Jugendfilmportals,
im Kino geht man gerne auf die Reise – oder begleitet eben die Figuren, die sich dort auf eine solche begeben. Ob zu Fuß, mit dem Motorrad, mit dem Schiff oder mit einem gestohlenen Wohnmobil. So beginnt auch „Roads“, der neue Film von Sebastian Schipper. In Marokko klaut ein junger Brite an seinem 18. Geburtstag kurzerhand das luxuriöse Wohnmobil des Stiefvaters und macht sich auf den Weg. Er will nach Frankreich, zu seinem leiblichen Vater. Aber eigentlich ist auch das nicht so wichtig. Ein genaues Ziel vor Augen hat hingegen der gleichaltrige Kongolese, der sich ihm bald anschließt und der sich in Europa auf die Suche nach seinem Bruder machen will.
Wieder gelingt es Sebastian Schipper, einen klugen und vor allem sehr zu Herzen gehenden Film über das Jungsein und das Erwachsenwerden zu drehen. Wer sich die fünf Filme ansieht, die Schipper mittlerweile als Regisseur gedreht hat, der erkennt gewisse Konstanten. So richtig erwachsen sind die Figuren in seinen Filmen nicht, auch wenn sie vom Alter her erwachsen sein sollten. Den Kinostart von „Roads“ – der nach vielen Verschiebungen nun endlich zu sehen ist – nehmen wir zum Anlass für ein ausführliches Interview mit Sebastian Schipper über die Jugendthemen in seinen Filmen. Kirsten Taylor hat das Gespräch mit dem Regisseur geführt.
Vertieft wird das Thema Roadmovies in einem eigenen Hintergrundartikel, den Sie ab Mitte Juni hier im Portal finden. Dabei liegt der Fokus nicht auf dem Genre an sich, sondern vor allem darauf, was erzählt wird, wenn Jugendliche sich auf die Reise machen und den Aufbruch wagen.
Dazu passt auch der Hinweis auf ein ungewöhnliches aktuelles Roadmovie, in dem zwar keine Jugendlichen im Mittelpunkt stehen, das aber durch seine Machart und seinen Witz für sich einnimmt. Nicht nur Sebastian Schipper hat mittlerweile seinen fünften Film inszeniert, auch das Laika-Studio hat die große Fünf erreicht. „Mister Link“ von Chris Butler führt die düstere Tradition der bisherigen Laika-Puppentrickfilme nicht fort, wohl aber deren technische Perfektion.
Ziemlich perfekt geworden ist auch der neue Film von Mamoru Hosoda, der mittlerweile endgültig in der A-Kategorie der Anime-Regisseure angekommen ist. „Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“ erzählt über einen vierjährigen Jungen, der nach der Geburt seiner Schwester seine Rolle in der Familie neu finden muss – und Hilfe in magischen Begegnungen mit Familienmitgliedern findet, unter anderem mit einer zukünftigen Version seiner Schwester, in der diese bereits eine Jugendliche ist. So wird auch „Mirai“ zu einem Reisefilm – durch die Zeiten.
Interviews | | von Kirsten Taylor
Überleben, ohne mit dem Träumen aufzuhören
Interview mit Sebastian Schipper über seinen Film „Roads“.
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Fast 20 Jahre nach „Absolute Giganten“ hat Sebastian Schipper wieder einen Film über Jugendliche gedreht – und sein Gespür für diese Lebensphase nicht verloren. Ein Gespräch über seinen neuen Films „Roads“, über Jungen-Freundschaften, Melancholie und Träume.
