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Dora und die goldene Stadt

Realfilmadaption der beliebten Zeichentrickserie mit einer pfiffigen Hauptfigur.

Die Zeichentrickfigur Dora begeistert schon seit vielen Jahren Vorschulkinder mit ihrer Animationsserie, in der sie rund um die Welt auf Entdeckungsreise geht. Gemeinsam mit ihren besten Freunden, dem Affen Boots und dem Rucksack Backpack, erlebt sie spannende Abenteuer und löst so manches Rätsel. Dabei können die jungen Zuschauer*innen auch immer etwas lernen. Mittlerweile findet man Dora auf Handtüchern, Taschen und Zahnputzbechern. Nun kommt ihr erster abendfüllender Realfilm in die Kinos, in dem das Mädchen von Gaunern in den Urwald Perus verschleppt wird, um die geheimnisvolle versunkene Stadt Parapata zu finden, die voller Goldschätze ist. Doch die Ganoven haben die Rechnung ohne die Entdeckerin Dora gemacht, die den Regenwald kennt wie ihre Westentasche. Gemeinsam mit neu gewonnenen Freund*innen bietet sie den Gangstern die Stirn. Aus dem kleinen Mädchen von damals ist zudem eine Teenagerin geworden. Und das bringt so manche Veränderung mit sich. So muss sich Dora nicht nur an einer neuen Schule behaupten und ganz nebenbei ihre Eltern retten, sondern auch lernen, dass sie sich auf ihre neuen Freund*innen verlassen kann.

„Dora und die goldene Stadt‟ ist ein spannender Abenteuerfilm mit einer gut gelaunten, pfiffigen und quirligen Hauptdarstellerin. Es gibt witzige und überraschende Einfälle, die auf die Originalserie Bezug nehmen und für gute Kinounterhaltung sorgen. Dora ist eine sympathische junge Heldin, die, obwohl sie auch so manche lehrreiche Information teilt, nie altklug oder besserwisserisch wirkt. Leider ist der Film aber vorhersehbar und eigentlich nur eine Teenie-Neuauflage bekannter Dschungel-Actionfilme wie „Indiana Jones‟ oder „Tomb Raider‟. Die Nebendarsteller*innen – ob grimmige Gauner oder Teenager*innen, die zum ersten Mal verliebt sind – wirken manchmal überzogen und klischeehaft, was das Sehvergnügen ein wenig stört.

Harald Hinterkeuser

 

 

© Paramount
9+
Spielfilm

Dora and the Lost City of Gold - USA 2019, Regie: James Bobin, Kinostart: 10.10.2019, FSK: ab 6, Empfehlung: ab 9 Jahren, Laufzeit: 104 Min. Buch: Matthew Robinson, Nicholas Stoller, nach der Zeichentrickserie „Dora‟. Kamera: Javier Aguirresarobe. Musik: John Debney, Germaine Franco. Schnitt: Mark Everson. Produktion: Kristin Burr. Verleih: Paramount. Darsteller*innen: Isabela Moner (Dora), Eva Longoria (Elena), Michael Peña (Cole), Jeffrey Wahlberg (Diego), Eugenio Derbez (Alejandro Gutierrez) u. a.

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