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Editorial | | von Stefan Stiletto

Nach drinnen!

Wir präsentieren: Empfehlungen aus dem Programm der neuesten Ausgaben der Kinder- und Jugendfilmfestivals Lucas und Schlingel, passend dazu zwei Sammlungen mit ganz persönlichen Eindrücken. Außerdem ein Text über abenteuerliche oder edukative Reisen ins Körperinnere und eine Reise mit einem Zug übers Wasser in einem Anime-Klassiker.

Filmstill aus A Girl Unknown
"A Girl Unknown" Quelle: DFF, LUCAS

Die Tage draußen werden kürzer. Die Tage im Kino werden länger. Zumindest die einschlägigen Herbst-Kinderfilmfestivals wie Lucas oder Schlingel haben mit ihren Programmen dazu eingeladen, eine ganze Menge Zeit in dunklen Räumen und bequemen Sitzen zu verbringen und sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie es um den internationalen Kinder- und Jugendfilm so steht.

In den Kinos, vor den Kinos und um die Kinos herum

Über Filme, die sie besonders beeindruckt haben, schreiben unsere Autor*innen im Rahmen unserer Festivalentdeckungen: Ein Auge sollten sie beispielsweise auf „A Girl Unknown“ haben, der als bester Film in der Sektion Youngsters bei Lucas ausgezeichnet wurde.

Wo wir gerade bei Auszeichnungen und Jurys sind: Die Dokumentarfilmerin Sigrid Klausmann war dieses Jahr in der Kids-Jury bei Lucas. Im Gespräch mit Holger Twele erzählt sie rückblickend über ihre Erfahrungen bei Dreharbeiten mit Kindern und Jugendlichen und die Bedeutung, die Dokumentarfilme für das junge Publikum haben.

Wenn Sie sich mehr für den Gesamteindruck der Festivals interessieren, das Drumherum, die kleinen Bemerkungen während Filmgesprächen oder vor Kinosälen, die im Gedächtnis bleiben, die Gedanken, zu denen die Zeit auf den Festivals anregt – dann sind sie bei unseren Festival-Pinnwänden genau richtig. Gewohnt launig, subjektiv, assoziativ berichten unsere Autor*innen über ihre Erlebnisse und Beobachtungen bei Lucas in Frankfurt sowie beim Schlingel in Chemnitz.

Standfoto aus Unstoppable
"Unstoppable" (c) Storm Films

In den Blutbahnen, in den Organen, in den Zellen

Vom Inneren eines Kinobaus wagen wir in einem neuen Text auch den Weg ins Innere menschlicher Körper. Denn ja, da gibt es doch ein paar bemerkenswerte Filme, die den Körper nicht von außen, sondern von innen betrachten, manchmal mit edukativem Charakter, manchmal als Abenteuer, manchmal als absurder Spaß. Eine Krebszelle (wie in „Unstoppable“, der demnächst bei den Nordischen Filmtagen zu sehen ist) oder ein Spermium als Identifikationsfigur? Hoppla! Rochus Wolff hat sich auf die Reise gemacht.

In einem Zug, auf dem Meer, neben einem Monster

Um eine Reise geht es auch in unserem neuesten magischen Moment, und um eine Szene, die auch drinnen spielt: Hayao Miyazakis „Chihiros Reise ins Zauberland“ ist für Kinos wieder buchbar – und in diesem großartigen Anime gibt es nicht nur viele spektakuläre Szenen, sondern auch eine, die durch ihre Ruhe besticht. In einem Geisterzug reist die zehnjährige Chihiro übers Meer, neben ihr ein Monster. Und das ist alles gar nicht unheimlich. Warum die Szene so schön ist, beschreibt Stefan Stiletto.

Drinnen zu sein ist also gar nicht so eintönig. In diesem Sinne: Lassen Sie den Herbst draußen. Auf ins Kinder- und Jugendfilmportal.

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